Jeder Buchstabe rückt weiter
Die Caesar-Verschlüsselung verschiebt das Alphabet um eine feste Zahl. Bei Verschiebung 3 wird aus A ein D, aus B ein E – und aus Z wieder ein C, weil das Alphabet von vorn beginnt. Julius Caesar soll so seine Feldpost geschützt haben. Die Verschiebung ist der Schlüssel; wer sie kennt, dreht alles zurück.
Die Chiffrierscheibe zum Ausschneiden
Statt Tabelle druckt diese Seite eine Chiffrierscheibe: zwei Kreise mit dem Alphabet, der kleine liegt auf dem großen. In der Mitte kommt eine Musterklammer durch, dann lässt sich die innere Scheibe drehen. Außen steht der Klartext, innen der Geheimtext. Der Ausdruck zeigt die Scheibe bereits in der gewählten Stellung – wer eine andere Verschiebung möchte, dreht einfach weiter.
- Beide Kreise entlang der gestrichelten Linie ausschneiden.
- Kleine Scheibe mittig auf die große legen.
- Musterklammer durch das Kreuz in der Mitte stecken und hinten umbiegen.
- Innere Scheibe so drehen, dass unter dem A außen der Schlüsselbuchstabe innen steht.
Verschiebung 1 bis 25
Der Regler stellt die Verschiebung ein; die Vorschau zeigt sofort den neuen Geheimtext. Umlaute werden vorher zu AE, OE, UE und SS, damit das 26-Buchstaben-Alphabet reicht. Wer lieber eine Tabelle statt der Scheibe drucken möchte, nimmt das Häkchen bei „Chiffrierscheibe“ heraus.
Warum Caesar knackbar ist
Es gibt nur 25 mögliche Verschiebungen. Ein geduldiges Kind probiert alle durch – genau das macht der Decoder mit dem Regler in wenigen Sekunden. Das ist eine gute Gelegenheit, um zu erklären, warum echte Verschlüsselung heute viel längere Schlüssel braucht.